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Stadtverband Mönchengladbach


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31.01.2019

Weiter-Finanzierung der Berufseinstiegsbegleitung an Mönchengladbachs Schulen in Gefahr

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Mönchengladbach weist darauf hin, dass die weitere Beschäftigung von Berufseinstiegsbegleiter*innen derzeit in Gefahr ist, weil es bislang noch keine feste Finanzierungszusage gibt.
Seit 2009 gibt es an Gesamtschulen, Hauptschule und Förderschulen Berufseinstiegsbegleiter*innen, die sich engagiert und erfolgreich um die Förderung benachteiligter Schülerinnen und Schüler und deren Einstieg ins Berufsleben kümmern. Sie unterstützen frühzeitig Schülerinnen und Schüler, bei denen das Erreichen eines Schulabschlusses gefährdet ist und die erkennbare Probleme haben eine Ausbildungsstelle zu finden.
Mit ihrer Arbeit setzen sich die Berufseinstiegsbegleiter vor allem auch für die Jugendlichen ein, deren Eltern aus den unterschiedlichsten Gründen nicht in der Lage sind, ihre Kinder ausreichend bei dem Übergang von Schule in Beruf anzuleiten. In einer Petition machen betroffene Berufseinstiegsbegleiter*innen auf ein mögliches Ende der Finanzierung aufmerksam und betonen dabei die hohe präventive Wirkung der Berufseinstiegsbegleitung.
Diese besondere pädagogische Tätigkeit stellt einen aktiven Beitrag zur Senkung der Jugendarbeitslosigkeit und der Quote an Hartz IV-Beziehern dar. Der aktuelle Jugendhilfe- und Bildungsbericht der Stadt Mönchengladbach dokumentiert eindrücklich die extrem hohe Zahl von Kindern, Jugendlichen und Familien, die in unserer Stadt von Armut und Arbeitslosigkeit betroffen sind. Die Berufseinstiegsbegleiter*innen in den Schulen unterstützen erfolgreich genau diese Jugendlichen, mit dem Ziel aus dieser Armutsfalle herauszukommen bzw. nicht hinein zu geraten. Die statistischen Zahlen machen den positiven Erfolg dieser Unterstützung deutlich:
99% der durch die Berufseinstiegsbegleiter*innen betreuten Schüler erreichen einen Abschluss, fast 62% beginnen direkt nach der Schule eine Ausbildung und fast alle beenden diese auch erfolgreich.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert die Stadt Mönchengladbach und die Politiker aller Parteien auf, die Berufseinstiegsbegleiter und die betroffenen Jugendlichen in unseren Schulen nicht im Regen stehen zu lassen!
Ruth Reinartz
Vorsitzende
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mönchengladbach

 190131BEREB.pdf


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