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12.11.2020

Presseerklärung: Große Sorge und Verunsicherung an den Kitas und Schulen in Mönchengladbach

Die steigenden Infektionszahlen machen auch an Kitas und Schulen kein Halt.
Die Dunkelziffer der erkrankten Kinder und Jugendliche ist bekanntermaßen ausgesprochen hoch, zudem steigen die Zahlen von auf Covid 19 getesteten, erkrankten oder sich in Quarantäne befindenden Kindern und Jugendlichen weiter an. Auch der Anstieg der Erkrankungen bei Erzieher*innen, Lehrkräften und anderem pädagogischen Personal macht deutlich, dass Kitas und Schulen einen Regelbetrieb nicht mehr sicherstellen können.
Trotz vermehrt festgestellter Infektionen auch im Bereich unserer Bildungseinrichtungen bleiben diese offiziell im sogenannten "angepassten Regelbetrieb".
Dies hält die GEW Mönchengladbach angesichts der derzeitigen Inzidenzzahlen für überaus problematisch und verweist auf die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts vom 20.10.20.
Dieses empfiehlt zur Sicherstellung des Unterrichtsbetriebes an Schulen vor allem geteilte Klassen und den Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht ab einer Inzidenzzahl von 50.
"Die 50 haben wir in Mönchengladbach ja längst mehr als verdreifacht ", so Ruth Reinartz, die Vorsitzende der GEW Mönchengladbach. "Die aktuellen Zahlen zum Infektionsgeschehen an Kitas und Schulen in Mönchengladbach werden derzeit nicht veröffentlicht. Wer glaubt, dass Maskenpflicht und Abstandsregelungen in Kitas und Schulen reichen, um Kinder, Jugendliche und Beschäftigte vor Infektionen zu schützen, verkennt die Realitäten an unseren Bildungseinrichtungen." Luftmessungen finden nicht statt, gelüftet wird so oft wie es geht. Doch auch das ist mancherorts ein Problem, wenn zeitgleich z.T. wochenlang Bauarbeiten auf dem Schulgelände stattfinden. Es passt nach Ansicht der GEW nicht zusammen, dass selbst im privaten Bereich Kontakte auf ein Minimum reduziert werden sollen, Behörden und Unternehmen auf Homeoffice umstellen, Restaurants, Kultureinrichtungen und Schwimmbädern mit hervorragenden Schutzmöglichkeiten geschlossen werden, aber Kitas und Schulen mit großen Gruppen von 25- 35 Personen weiter unverändert weiterarbeiten sollen. Aufgrund des Anstiegs von Erkrankungen und Quarantänen bei den Beschäftigten spitzt sich die Situation derzeit mancherorts zu, zumal die Ausfälle nicht mehr vom restlichen Personal aufgefangen werden können. Es ist an der Zeit den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zu folgen.
Ansonsten ist der Kollaps an Kitas und Schulen nicht zu vermeiden.
Deshalb fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft jetzt den Kita- und Unterrichtsbetrieb anzupassen, damit in Kitas und Schulen zumindest eine dauerhafte, wenn auch eingeschränkte Betreuung und ein eingeschränkter Schulbetrieb sichergestellt werden können. Denn eine komplette Schließung wie im Frühjahr sollte auch nach Auffassung der GEW Mönchengladbach möglichst vermieden werden.



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